Der Palazzo Foscari „La Leonessa“

Die Oberstadt auf dem Palatina ist immer noch der Sitz der Mächtigen und bedeutenden Familien. Seit dem Beginn des 18. Jahrhunderts stagniert der Stadtteil jedoch, teils gibt es verfallene und verlassene Contraden. Das Parlament hat seinen Sitz im einstigen Dogenpalast. Die reaktionären Nobili und ihr Anhang haben hier ihren Platz.
Otrabe Krampus
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Re: Der Palazzo Foscari „La Leonessa“

Beitrag von Otrabe Krampus »

Der eine mag gegangen sein, dafür sind zwei Andere gekommen. Ein dicker Kerl mit roten Zöpfen, welcher seine gestreifte Hose bis zu den Brustwarzen hochgezogen hat und kein Hemd trägt, sowie ein kleiner Blonder mit Schnauzbart und einem mit Hühnerflügeln beklebten Helm bauen sich vor dem Diener auf. Der Kleine scheint etwas zu sagen zu haben, während der Dicke nur dösig da steht und mit bloßen Händen dabei ist einen Ziegelstein zu zerbröseln. Der Akzent ist eindeutig französisch.

Marco Foscari? Nehme ich an? Legt euch sofort auf den Boden, wir wollen nur euren Hintern sehen. Wenn ihr nicht mitmacht, dann...

Der Dicke haut mit einem Handschlag den restlichen Ziegelstein zu klump

Darf ich dann liebenswürdig werden?

Natürlich! Also werter Herr Foscari, dies ist ein offizieller Überfall nach Paragraf 15a der französischen Diebesgilde. Sollte Euch bei diesem Überfall etwas gestohlen werden, so ist meine Steuernummer 6789B, alles an unseren Einnahmen aus den Überfällen wird versteuert. Ihr könnt euren Schaden zu 75% von der Steuerzentrale in Paris absetzen, solltet ihr Franzose sein und etwaige Beerdigungen übernimmt die Armenkasse. Bitte unterschreibt dieses Pergament hier auf Seite Eins, dann auf Seite Zwei abermals und legt euch sich dann bitte jammernd auf den Boden.
Solltet ihr nicht einverstanden sein, dann muss mein Freund Übelix, der Dicke dort seinem Job nachgehen, seine Steuernummer ist 6769A, bei der Schlägergilde. Herausgeschlagene Zähne und so weiter, bzw der Zahnersatz werden von der Gilde zu 30% ersetzt. Bitte unterschreibt, dort und dort.


ICH BIN NICHT DICK!

Also nun, Foscari! Ab auf den Boden! Achja vergesst nicht den Passierschein 15B zu beantragen, falls ihr zum Steuerbüro geht.

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Marco Foscari
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Re: Der Palazzo Foscari „La Leonessa“

Beitrag von Marco Foscari »

Werde ich denn hier nie zum Aufräumen kommen?

Er richtet seine Dienstbotenkleidung, als die beiden eintreten - wie, das ist ihm noch ein Rätsel, schließlich gab es ja zwischen Stall und Straße auch noch eine Türe, die man durchqueren musste, um in den Innenhof zu kommen. Aber in diesem Fatalismus spielt ja sowieso nichts mehr eine Rolle. Lattepizzicato war zwar kein Freund von Diderots literarischen Ergüssen, aber er weiß recht genau, wie er sich verhalten muss.

Er wahrt die Contenance.


Ah, mes amis!

wechselt der gebürtige Pariser ins lutetische Idiom. Er zückt darauf seinen eigenen Ausweis der Pariser Diebesgilde. Darauf ist gut erkennbar zu ersehen, dass sein Name nicht Foscari lautet, sondern Jean-Giovanni Passepartout de Café au Lait.

Wie es der Zufall will, bin ich selbst im Jahr 1790 beigetreten, wir sind also Kollegen. Leider scheint Ihr jedoch nicht mitbekommen zu haben, dass alle Zünfte und Gilden seit der Revolution aufgelöst, verboten und unterdrückt werden. Überdies gilt eine französische Lizenz kaum auf palatinischem Boden, das müsste sonst als feindlicher Akt gewertet werden.

Er steckt den Ausweis wieder zurück.

Ich bin untröstlich, aber alle Dokumente, Formulare und Passierscheine sind damit wertlos geworden. Sollte Euch das zu sehr aufregen, ich hätte hier noch eine Tröte, in die Ihr aus Wahnsinn hineinblasen könnt.

Er reicht den beiden einen Trichter aus Zinn.
In dem Moment, da sich der Staat von seinen kulturellen Fesseln löst – der Kirche, zivilen Institutionen, Sitten und Bräuchen – wendet sich nicht nur der Bauer gegen den Adligen, sondern auch der Arme gegen den Reichen; aus Gleichheit vor dem Recht pervertiert die Vorstellung sozialer Gleichheit. Zuletzt wendete sich gar der Idiot gegen das Genie, weil dieser das Verbrechen begangen hat, anders zu sein als er selbst. - Vittorio Barzoni

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Re: Der Palazzo Foscari „La Leonessa“

Beitrag von Otrabe Krampus »

Die beiden schauen sich an und man sieht wie dem Kleinen so langsam die Farbe aus dem Gesicht entweicht. Illegal? Sie sind nun illegal? Verbrecher sozusagen? Gerade will er in den Trichter blasen, als ihm der Dicke auf die Schulter tippt.
Hmm, also kann ich nicht liebenswürdig werden?
Stellt er fragend in den Raum.
Könnten wir ihn nicht wenigstens als Zeugen beseitigen. Zum Beispiel ihn in einen Sack stecken und zu Mus hauen und die Überreste dann auf hoher See einem Hai ins Maul stopfen? Natürlich mit einem Kantholz aus echtem Bongossi, wegen der Arbeitssicherheit?
Natürlich nicht, zum einen ist es ein Arbeitskollege, zum anderen haben wir nur nach dem Hintern des Herrn Foscari gefragt und sämtliche Vorschriften zur Gewaltvermeidung eingehalten.
Aber wenn die Gilden aufgelöst sind, dann sind wir doch ohnehin kriminell? Und das wegen diesen NAPOLEON! Folglich ist der da ein Zeuge und gehört entsorgt! Wir könnten mit ihm zu den Phlegräischen Feldern fahren und ihn in ein Sumpfloch schuben. Natürlich mittels eines Kantholzes aus echtem Bongossi! Wegen der Arbeitssicherheit! Und er faselt etwas von einem feindlichen Akt auf französisch!
ICH WOLLTE KEINEN AKT MIT FOSCARI! ICH WOLLTE NUR SEINEN HINTERN SEHEN!

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Marco Foscari
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Re: Der Palazzo Foscari „La Leonessa“

Beitrag von Marco Foscari »

Mes amis! Mes amis!

gestikuliert Lattepizzicato gut gallisch-französisch mit den Händen

So beruhigt Euch doch. Ich weiß, dass ist alles keine schöne Situation, mir ist auch bewusst, dass wir viele Probleme seit dieser unschönen Revolution hatten: Arbeitslosigkeit, Verlust des Standes, plötzliche Kriminalität!

Aber, Messieurs, das ist keinerlei Grund, die Contenance zu verlieren. Ihr habt wohl recht, die Entsorgung meiner Wenigkeit hat höchste Priorität, und mir läge nichts ferner, als dass Ihr wenigstens mit diesem Triumph nach hause könntet, um nicht in Scham und Ungnade zu fallen.


zeigt der Diener volles Verständnis für die Situation, ja, gar Mitleid. Lattepizzicato hatte selbst viele Jahre der Lebenskünstlerei hinter sich, er kannte die Abgründe, welche diese Umwälzungen gebracht haben - und diese Leute waren ja nicht nur Franzosen wie er, sie hatten einen Berufsstand wie er und es waren mit Sicherheit nicht weniger noble Leute als er

Den Regeln gemäß - in Anbetracht unserer alten, schönen Diebesregeln! - wäre es doch nur das Mindeste, wenn ich Euch noch ein gutes Mahl zubereite, bevor Ihr mich in die Sümpfe werft, n'est-ce pas? Ich habe da noch ein vorzügliches Stück Wildschweinbraten, dass der Herr nicht verzehrt hat - und da heute Freitag ist, und mein lieber Herr sehr katholisch, da würde ich es Euch gerne servieren. Keine Sorge, ich sage auch dem Pfarrer nichts, darauf schwöre ich!
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Re: Der Palazzo Foscari „La Leonessa“

Beitrag von Otrabe Krampus »

Das was Lattepizzicato jedoch nicht bedacht hatte, war die Katzenhorde welche vorher einem geworfenem Hemd folgend in das Gebäude drang. So ein Wildschweinbraten ist für diese Tiere nicht zu überriechen und auch schnell zu finden. In dem Falle hilft auch kein gut geschlossener Terrakotta Topf, oder ein Schrank. Die Tiere bekommen alles auf. So nach und nach kommen sie alle aus der Küche hervor, das eine oder andere Tier hat noch einen Fleischrest oder einen Knochen dabei, während die letzte Katze breitbeinig watschelnd das Hemd hinter sich her zieht. Der Dicke muss herzhaft lachen.

Lasst gut sein, ich mag eure Gastfreundschaft zu schätzen, aber mir scheint es, dass unsere vierbeinigen Gildenkollegen andere Pläne hatten. Wir werden euch einladen, wenn wir diesen NAPOLEON in die Sümpfe werfen. Selbstverständlich als Gast und nicht als Wurfobjekt. Bringt aber bitte ein Kantholz mit.

Der Kleine greift in seine Tasche und gibt Lattepizzicato eine Münze

Hier habt ihr einen Fünfer, guckt bitte bei eurem Herren auf den Hintern und teilt uns mit ob er dort tätowiert ist.
Otrabe Krampus ist tätowiert, der Saufkopf Foscari ist tätowiert ebenso Übelix, der Dicke hier. Es fehlt ein vierter Hintern. Hat man alle vier Hintern, kann man den sagenumwobenen Schatz des Gotthart Krampus finden. Einem Verwandten von uns. Helft Ihr, dann teilen wir.

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Marco Foscari
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Re: Der Palazzo Foscari „La Leonessa“

Beitrag von Marco Foscari »

Schiebt den Korsen, schiebt den Korsen,
schiebt den Korsen in den Sumpf!


muntert der Franko-Italiener die beiden an, ist doch sichtlich erleichtert, dass sie nun ein neues Feindbild gefunden haben. Das tröstete auch über den entgangenen Wildschweinbraten hinweg.
Die Münze steckt er ein.


Zu freundlich.

Lattepizzicato war Foscaris Diener - aber er nahm jede Bezahlung fruendlich und gerne an. Er wiederholt dann das, was er von diesem erfahren hat.

Ich kann Euch dazu nur noch das sagen, was auch schon Foscari dem Krampus sagte: offensichtlich weiß der Cafetier Campari am Paulusplatz mehr darüber. Ich habe zwar keine Erklärung, was ein Suppenpapagei vom Schatz des Heiligen Gotthart wissen sollte ...

zuckt er mit den Schultern

... aber Foscari ist auch Dogenberater der Geheimdienste und weiß manchmal mehr, als man ihm zutraut. Ich glaube nicht, dass er seinen Cousin damit in die Irre führen wollte.
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Re: Der Palazzo Foscari „La Leonessa“

Beitrag von Otrabe Krampus »

Campari ist meines Wissens ein Nachkomme des Bacardi. Die Aufzeichnungen des Gotthart Krampus, welche mir vorliegen warnen eindringlich davor Bacardi irgendetwas zu verraten. Ich will ehrlich zu Euch sein, da wir wohl auch die Hilfe von eurem Geldgeber brauchen werden, jedoch nur wenn er tätowiert ist.
Gotthart hat die Karte an vier Familien weiter gegeben. Zum einen, an diejenige seiner Frau, welche in dritter Ehe einen Foscari heiratete, das ist die Familie Enricos. Zum zweiten an seinen Sohn, welcher der Ahne Otrabes ist. Der dritte im Bunde war Eric Krampus, Gottharts Cousin, welcher immer meinte er wäre Gottharts Vater, unser beiden Vorfahre hier. Aber den Schlüssel zum Ganzen gab er keiner geringeren Famile als der des Marco Dandolo, jemanden der Gotthart einmal gewaltig aus der Not half.
Dandolo sollte dafür sorgen, dass die Schatzkammer nur geöffnet wird, wenn Palatina in Not gerät. Und hier kommt Marco Foscari ins Spiel! Er ist der letzte Foscari, welcher hier noch in der Stadt weilt und die Dandolo hatten Kontakte zu denen. Ich vermute auch in der Blutslinie! Zudem berät er den Dogen!


Er klärt man ihm, während man den Katzen die Tür öffnet, welche jedoch nicht wissen, ob sie rein oder raus wollen.

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Re: Der Palazzo Foscari „La Leonessa“

Beitrag von Marco Foscari »

Lattepizzicato macht eine ausladende Geste, sieht sich sichtlich überfordert

Messieurs, habt Ihr irgendwelche Belege außerhalb dieser Spekulationen? Dass die Foscari zu Palatina direkte Nachfahren eines Dandolo sind, das ist wahrlich nichts Neues; aber warum ausgerechnet diese Seitenlinie, und nicht die Hauptlinie in Venedig, oder die Nebenlinie in Auriana selbst? Der Vorfahr meines Herrn hatte mit den Dandolo bereits in Palatina nur noch wenig zu schaffen. Das erscheint mir reichlich fraglich.

er macht eine drehende Handbewegung in der Luft

Auch die Foscari selbst sind so eine Sache. Mein Herr entstammt auch hier keiner Hauptlinie, sondern eigentlich auch nur einem Seitenzweig, nämlich jenen Foscari del Leone - dem dritten Sohn des letzten gemeinsamen Foscari-Stammherrn - nachdem dieser Stadtpalast seinen Namen "Leonessa" trägt. Der überdies - das dürftet Ihr auch gesehen haben - seit eben jenem Vorfahren Leone Foscari gar nicht bewohnt gewesen ist, sondern erst seit wenigen Wochen wieder wohnlich gemacht werden soll. Tatsächlich lebt der jüngere Bruder von Ser Foscari - Antonio - bereits ein paar Jahre länger wieder in Palatina selbst. Warum also bei all diesen Verrenkungen ausgerechnet mein Herr dem genannten Marco Dandolo so nahe stehen soll, mag mir noch nicht recht einleuchten.

mit zwei Fingern zeigt er zu einer inexistenten Person zu seiner Rechten

Überdies leben in Palatina noch die Foscari del Belcanal, die eigentliche Hauptlinie, die einst in der legendären Ca' Foscari residierten und auch einen Dogen stellten. Diese leben tatsächlich ununterbrochen in der Hauptstadt, sind aber seit einiger Zeit - wie soll ich sagen - nicht mehr so liquide, wie es einer Nobile-Familie angemessen wäre. Es gäbe also eine reichliche Auswahl an Foscari-Prätendenten, auf die Eure Beschreibung zuträfe. Was macht Euch also so sicher, dass es also Marco Foscari ist?
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Re: Der Palazzo Foscari „La Leonessa“

Beitrag von Otrabe Krampus »

Der Kleine runzelt die Stirn. Kein Diener der Welt weiß soviel über die Familie seines Herren. Will man ihn etwa für Dumm verkaufen? Die Stimmung sinkt ins Bodenlose.

Ihr wisst mir ein wenig zuviel über die Familie! Ich denke ihr seid doch Marco Foscari! Los Dicker, sei liebenswürdig zu ihm! Hau ihm eine rein, dass er abhebt und an die Decke knallt und dann ziehen wir ihm die Hose runter und schneiden ihm die Tätowierung vom Hintern!

Eine Erlaubnis jemanden zu Mus zu schlagen? Dies lässt sich der Dicke nicht zweimal sagen.

Die Reste stopfen wir dann in einen Sack, hauen alles zu Brei und lassen die Katzen dran?

Übelix baut sich vor dem Diener auf.

Meinetwegen, aber wasch dir danach die Hände.

Die Faust des Dicken schnellt in Richtung Lattepizzicato, mit einem Schwung bei dem einem getroffenen Elefanten die Stoßzähne herausfliegen würden.

Niemand lügt mich an!

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Scipio Chiodo
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Re: Der Palazzo Foscari „La Leonessa“

Beitrag von Scipio Chiodo »

Gerade als die Faust eines dicken Mannes in merkwürdig gestreifter Hose in das Gesicht des Dieners kracht, biegen plötzlich vier junge Männer im Laufschritt um die Ecke. Sie hatten merkwürdige Stimmen aus dem Hof gehört und sich Zutritt verschafft. Ihre schwarzen Stiefel knirschen eilig auf dem staubbedeckten Boden, kommen schließlich mit einem leichten Schlittern zum stehen, als sie die kleine Gruppe flankiert haben. Die zwei Vorderen fallen direkt auf die Knie, heben ihre Karabiner in den Anschlag. Auch einer der beiden hinteren Männer, hebt sein Gewehr an und zielt in Richtung der beiden augenscheinlichen Aggressoren. Der vierte der schwarz uniformierten Truppe, ein groß gewachsener Kerl mit breiten Schultern spricht die Anwesenden mit lauter Stimme an.

Aufhören, Carabinieri!

Was ist hier los?


Sein Gesicht ist entschlossen, an den unter der Kopfbedeckung freiliegenden Seiten des Schädels sind die blonden Haare so kurz geschoren, dass sie wie eine Glatze anmuten. Er hat keine Ahnung, mit wem er es zu tun hat, doch seine ganze Körperhaltung macht deutlich, dass die "Feier" hier vorbei ist.
Wo viel verloren wird, ist manches zu gewinnen. - Johann Wolfgang von Goethe

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